Was ist eine DIS?

Was ist eine DIS?

Was ist eine DIS?

DIS ist die Abkürzung für Dissoziative Identitätsstörung. Gemeint ist damit eine Form von Dissoziation, die infolge schwerer traumatischer Erfahrungen in sehr früher Kindheit entsteht. Der Begriff beschreibt, dass unterschiedliche innere Persönlichkeitsanteile vorhanden sind, die jeweils eigene Wahrnehmungen, Erinnerungen, Gefühle oder Handlungsweisen mitbringen können.

In der öffentlichen Wahrnehmung gibt es darüber viele Missverständnisse. Manche Menschen kennen nur klischeehafte Darstellungen aus Filmen oder Medien. Die Realität ist sehr viel komplexer und oft auch viel stiller, als viele sich vorstellen. Außerdem verwenden nicht alle Betroffenen dieselben Begriffe. Manche sprechen von einer Dissoziativen Identitätsstörung, andere lieber von einer dissoziativen Identitätsstruktur. Sprache ist hier nicht nebensächlich, sondern Teil davon, wie Menschen sich selbst verstehen und wie respektvoll über sie gesprochen wird.

Ich schreibe diesen Beitrag nicht, um eine medizinische Fachseite zu ersetzen, sondern um den Begriff kurz einzuordnen und dann zu zeigen, warum dieses Thema in meiner künstlerischen Arbeit eine Rolle spielt.

Warum ich über dieses Thema schreibe

Ich schreibe über DIS nicht von außen. Ich schreibe darüber, weil ich selbst betroffen bin. Das Thema ist Teil meines Lebens und deshalb auch Teil meiner Arbeit geworden.
Ich arbeite dazu als Comiczeichnerin, ich spreche darüber im Podcast, und ich setze mich künstlerisch damit auseinander, weil ich finde, dass es dringend andere Bilder und andere Erzählungen braucht als die, die sonst so im Umlauf sind. Zu DIS gibt es viele Klischees, viel Unsinn und oft entweder Sensationslust oder komplettes Unverständnis. Beides hilft niemandem.
Mich interessiert, wie Menschen leben. Wie sich innere Vielstimmigkeit anfühlen kann. Wie Beziehung funktioniert. Wie Alltag aussieht. Wie man von etwas erzählen kann, das komplex ist, ohne es plattzumachen.
Dass ich selbst betroffen bin, ist für mich kein Nebensatz, sondern der Grund, warum ich überhaupt so genau hinschaue. Ich will zu diesem Thema nicht lauter werden, sondern genauer. Ich möchte mit meiner Arbeit anderen Betroffenen Mut machen, zeigen, dass ein gutes Leben möglich ist mir DIS.
Deshalb taucht das Thema in meiner Arbeit immer wieder auf — in Texten, Gesprächen, im Podcast und in meinen Comics, als Teil meiner Perspektive auf das Leben und aufs Erzählen.

Hier kannst du weiterlesen und weiterhören

Wenn du von der Suchfrage nach DIS hier gelandet bist und mehr von meiner Arbeit sehen möchtest, dann sind diese drei Wege ein guter Einstieg:

Meine Graphic Novel „Du und Wir“

Auf der Buchseite zu „Du & Wir“ erfährst du mehr über mein Comicprojekt, in dem eine queere Liebesgeschichte erzählt wird und dissoziative Identitätsstruktur als Teil der Lebensrealität vorkommt. Es wird im März 2027 erscheinen beim Verlag W_orten und Meer

Mehr über meine Arbeit zu Neurodiversität, Mental Health und Gesundheit

Auf der Seite Neurodivers zeige ich, wie ich mit Comics und Illustration an Themen arbeite, die komplex, sensibel und gesellschaftlich relevant sind.Mehr über meine Graphic Novel „Du & Wir“

Mehr hören: Podcast und Gespräche zum Thema

Im Podcast spreche ich gemeinsam mit anderen über das Leben mit dissoziativer Identitätsstruktur. Dabei geht es nicht um Sensation, sondern um Alltag, Erfahrung, Sprache und Perspektiven, die im öffentlichen Bild oft fehlen. Den Podcast VieleSein Ein Podcast zum Leben mit dissoziativer Identitätsstruktur könnt ihr überall hören, wo es Podcast gibt.

Zm Podcast auf Spotify

Hier zur Webseite des Podcastes

ZU einem Video auf Youtube der Techniker Krankenkasse, in dem ich mit anderen Betroffenen zum Thema rede. 

was ist eine dis Szene aus dem Innendialog einer Person mit DIS
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